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Silberne Miniatur, Mann mit Pferdegespann, W. Freen, Dordrecht, 19. Jahrhundert

Silberne Miniatur, Mann mit Pferdegespann, W. Freen, Dordrecht, 19. Jahrhundert

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Silberne Miniatur eines Mannes mit einem Zweigespann Pferden, angefertigt vom Silberschmied Willem Freen aus Dordrecht. Er war von 1826 bis 1898 tätig.

Willem Freen war ein führender Gold- und Silberschmied des 19. Jahrhunderts, der sein ganzes Leben lang in Dordrecht lebte und arbeitete. In der niederländischen Silbergeschichte ist er vor allem als der Mann bekannt, der die Tradition der silbernen Berufsminiaturen im 19. Jahrhundert auf hohem Niveau fortsetzte.

Freen richtete sein Geschäft und seine Werkstatt im historischen Herzen der Stadt, an der Voorstraat (Wijk D, Nr. 69), ein. Hier arbeitete er jahrzehntelang als selbstständiger Meister-Silberschmied. Sein offizielles Meisterzeichen, das er auf alle seine Stücke prägte, bestand aus einem Sechseck mit dem Buchstaben F und einem Herzchen. Nach seinem Tod im Jahr 1898 wurde das Geschäft noch kurze Zeit weitergeführt.

Obwohl Dordrecht im 19. Jahrhundert kein großes Zentrum mehr für Miniatursilber war, gelang es Freen, eine einzigartige Nische zu erobern. Am 6. September 1860 schloss er einen historischen Vertrag mit dem angesehenen Amsterdamer Gold- und Silberschmied Roelof Citroen (ansässig an der Ecke Kalverstraat und Dam). Citroen bestellte eine feste Serie von dreizehn verschiedenen Silberminiaturen. Freen musste diese innerhalb von vier Wochen zu einem festen Silberpreis pro Lot liefern. Dieser Vertrag beweist, dass Freen seine Miniaturen in kleinen Serien produzierte, indem er lose Teile vorab goss und diese später manuell zu verschiedenen Szenen zusammenfügte.

Diese Miniatur zeigt einen Mann in Kleidung des 18. Jahrhunderts mit einem Dreispitz (Hut). Er steht auf der linken Seite einer rechteckigen, glatten Silbergrundplatte mit einem fein geprägten Rand. Er hält die gedrehten silbernen Zügel von zwei detaillierten, hintereinander gespannten Pferden (ein Zweigespann). In seiner anderen Hand hält er eine lange, elegant geschwungene Peitsche aus Silberdraht.

Aus historischen Dokumenten und Verträgen (wie der Bestellung des Gold- und Silberschmieds Roelof Citroen aus dem Jahr 1860) wissen wir, dass Freens größere Aufträge mit Pferden und Wagen (wie seine Schlafkutsche mit vier Pferden) die absoluten Prunkstücke seines Ateliers waren. Dieses Zweigespann gehört hinsichtlich Gewicht, Materialwert und Größe unverkennbar zu dieser seltenen Spitzenklasse.

Auf der silbernen Grundfläche sind das Meisterzeichen von Willem Freen (ein Sechseck mit dem Buchstaben F und einem Herzchen) sowie das 19. Jahrhundert bekannte Punzierungszeichen des Delfins eingeschlagen.

Die Miniatur ist in gutem Zustand.

Gewicht: 49,1 Gramm. Abmessungen: 3 x 3,5 x 8 cm.

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